Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude steigt und die Sommerferien können kommen. Während Reisepass, Sonnencreme und Hotelbuchung für Schweizer selbstverständlich auf der Checkliste stehen, geraten andere wichtige Vorbereitungen oft in den Hintergrund.
Was passiert, wenn Sie im Ausland verunfallen? Wer wird informiert, wenn Sie selbst nicht mehr handeln können? Und sind Sie für einen medizinischen Notfall oder unerwartet hohe Behandlungskosten ausreichend abgesichert?
Wer vor der Abreise einige wichtige Vorsorge Punkte prüft, reist mit einem deutlich besseren Gefühl. PlusMinus50 hat für Sie 7 wichtige Punkte zusammengestellt, damit Sie Ihre Ferien unbeschwert und entspannt geniessen können.
Niemand möchte vor den Ferien an einen Unfall denken. Dennoch verunfallen jedes Jahr laut einer Studie der SUVA rund 70'000 Personen aus der Schweiz im Ausland. Was viele nicht wissen: Die obligatorische Kranken- und Unfallversicherung übernimmt ausserhalb der Schweiz nicht immer sämtliche Kosten.
Besonders in beliebten Ferienregionen landen Reisende nach einem Unfall oft in Privatkliniken oder bei Privatärzten. Die medizinische Versorgung ist zwar meist hervorragend, die Rechnung kann jedoch schnell mehrere Tausend Franken betragen. In Ländern wie den USA, Kanada oder den Vereinigten Arabischen Emiraten können die Behandlungskosten sogar ein Vielfaches dessen betragen, was in der Schweiz üblich ist.
✓ Verfügen Sie über eine Reise- oder Auslandversicherung?
✓ Sind medizinische Notfälle und Spital Aufenthalte im Ausland gedeckt?
✓ Haben Sie die Notfall Nummer Ihrer Versicherung griffbereit?

Im Notfall müssen Rettungskräfte und Ärzte schnell auf wichtige Informationen zugreifen können. Dazu gehören Notfallkontakte, Allergien, regelmässig eingenommene Medikamente sowie bestehende Erkrankungen.
Hinterlegen Sie diese Angaben auf Ihrem Smartphone und führen Sie zusätzlich einen Notfallausweis im Portemonnaie mit. Idealerweise sind die wichtigsten Informationen auch auf Englisch oder in der Landessprache Ihres Reiseziels verfügbar. Gerade im Ausland können Sprachbarrieren wertvolle Zeit kosten und die medizinische Versorgung erschweren.
✓ Notfallkontakt im Smartphone gespeichert
✓ Notfallausweis im Portemonnaie
✓ Allergien und Medikamente dokumentiert
✓ Gesundheitsinformationen auf Englisch oder in der Landessprache verfügbar
✓ Rega- und EDA-Kontaktdaten griffbereit
✓ Wichtige Gesundheitsinformationen digital verfügbar
Tipp: Speichern Sie Notfallnummern nicht nur auf Ihrem Smartphone, sondern notieren Sie diese zusätzlich auf einer Karte im Portemonnaie. So bleiben wichtige Kontakte auch bei einem leeren Akku oder verlorenem Handy erreichbar.

Im Ausland ist es hilfreich, wichtige Dokumente jederzeit griffbereit zu haben. Speichern Sie relevante Unterlagen sicher auf Ihrem Smartphone oder in einer geschützten Cloud.
Dazu gehören beispielsweise eine Kopie Ihres Reisepasses, Versicherungsunterlagen, Angaben zu Medikamenten oder Allergien sowie wichtige Notfallkontakte.
✓ Pass oder Identitätskarte digital gesichert
✓ Versicherungsunterlagen verfügbar
✓ Medikamentenliste gespeichert
✓ Allergien und wichtige Gesundheitsinformationen dokumentiert
✓ Dokumente sicher und passwortgeschützt abgelegt
Ein medizinischer Notfall im Ausland kann nicht nur hohe Behandlungskosten verursachen, sondern auch einen aufwändigen Rücktransport in die Schweiz notwendig machen. Je nach Land und Gesundheitszustand können dabei Kosten von mehreren Zehntausend Franken entstehen.
Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob Sie über eine Rega-Gönnerschaft oder einen entsprechenden Schutzbrief des TCS verfügen und welche Leistungen tatsächlich abgedeckt sind. Als Gönnerin oder Gönner unterstützen Sie die Rega als gemeinnützige Stiftung. Sind Sie auf medizinische Hilfe aus der Luft angewiesen, kann die Rega zum Dank für Ihre Unterstützung die Einsatzkosten ganz oder teilweise erlassen, wenn keine Versicherung oder Krankenkasse die Leistungen bezahlen muss.
✓ Rega-Gönnerschaft oder TCS-Schutz vorhanden
✓ Leistungen und Deckung überprüft
✓ Mitgliedsnummer griffbereit
✓ Notfallnummer gespeichert

Ein medizinischer Notfall betrifft oft mehr als nur die Behandlung vor Ort. Vielleicht müssen Versicherungen kontaktiert, eine Rückreise organisiert oder Angehörige informiert werden.
Deshalb lohnt es sich, bereits vor der Reise festzulegen, wer Sie in einer solchen Situation unterstützen soll. Informieren Sie diese Person über Ihre Reisepläne und darüber, wo wichtige Dokumente abgelegt sind. Je nach persönlicher Situation kann auch eine Vollmacht sinnvoll sein, damit Ihre Vertrauensperson wichtige Angelegenheiten in Ihrem Namen regeln kann.
✓ Vertrauensperson bestimmt
✓ Reisepläne kommuniziert
✓ Dokumentenablage bekannt
✓ Kontaktdaten ausgetauscht
✓ Vollmacht geprüft
Eine Patientenverfügung mag nicht das Erste sein, woran man vor den Sommerferien denkt. Dennoch lohnt es sich, bestehende Vorsorgedokumente kurz zu überprüfen und auf den aktuellen Stand zu bringen.
Zwar ist eine Schweizer Patientenverfügung im Ausland nicht automatisch rechtsgültig, sie kann Angehörigen und behandelnden Ärzten jedoch wichtige Hinweise zu Ihren persönlichen Wünschen geben. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Ihre Vorstellungen klar dokumentiert sind, falls nach Ihrer Rückkehr in die Schweiz medizinische Entscheidungen anstehen.
✓ Patientenverfügung aktuell
✓ Vertrauensperson informiert
✓ Dokument digital verfügbar
✓ Wichtige Wünsche klar festgehalten

Im Ernstfall bleibt oft keine Zeit, lange nach Telefonnummern zu suchen. Speichern Sie deshalb die wichtigsten Notfallnummern bereits vor Ihrer Abreise auf Ihrem Smartphone und notieren Sie diese zusätzlich an einem leicht zugänglichen Ort.
Dazu gehören die Notfallnummer Ihrer Versicherung, die Kontaktdaten der Rega oder des TCS sowie die Helpline des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Gerade im Ausland kann eine schnelle Kontaktaufnahme viel Zeit, Stress und Unsicherheit ersparen.
✓ Notfallnummer der Versicherung gespeichert
✓ Wichtige Nummern zusätzlich schriftlich notiert
✓ Smartphone auch ohne Internetzugang auf wichtige Kontakte vorbereitet
Speichern Sie zudem die wichtigsten Notfallnummern bereits vor der Abreise, damit Sie diese im Ernstfall sofort zur Hand haben.
Niemand plant seine Sommerferien mit dem Gedanken an einen Unfall oder medizinischen Notfall. Doch genau deshalb lohnt es sich, vor der Abreise einige einfache Vorkehrungen zu treffen. Wer seine Versicherungen prüft, wichtige Kontakte hinterlegt und seine Vorsorgedokumente aktuell hält, schafft die besten Voraussetzungen für unbeschwerte Ferien.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Punkte lassen sich in weniger als einer Stunde erledigen. Der Aufwand ist klein, der Nutzen im Ernstfall jedoch enorm.
Nutzen Sie die Zeit vor Ihrer Abreise für einen kurzen Vorsorge-Check. So können Sie die Sommerferien mit dem guten Gefühl antreten, an das Wesentliche gedacht zu haben.
Sie möchten wissen, ob Ihre Patientenverfügung, Ihr Vorsorgeauftrag oder andere wichtige Dokumente auf dem neuesten Stand sind? PlusMinus50 unterstützt Sie gerne mit einer kostenlosen Erstberatung.
