In guten wie in schlechten Zeiten: Die Wichtigkeit der finanziellen Vorsorge für Schweizer Ehepaare

Das Eheversprechen "in guten wie in schlechten Zeiten" ist nicht nur eine romantische Geste, sondern auch ein Versprechen, das in finanzieller Hinsicht ernst genommen werden sollte. Auch in der idyllisch scheinenden Schweiz  können unerwartete Ereignisse zu finanziellen Herausforderungen führen. In Momenten von Krankheit, Unfall oder gar Verlust eines Partners ist eine solide rechtliche Vorsorge von entscheidender Bedeutung. Nicht nur um den eigenen Lebensunterhalt, sondern auch den des Partners sicherzustellen.

In diesem Blogartikel werden wir die Dringlichkeit und Bedeutung der Vorsorge durch einen Erbvertrag für Schweizer Ehepaare näher beleuchten. Wir bieten Ihnen wertvolle Tipps und Ratschläge, wie Sie sich gemeinsam für alle Eventualitäten wappnen können.

Herausforderung “Finanzielle Stabilität”

Die Lebenskosten in der Schweiz steigen unentwegt. Die Prämienerhöhungen bei den Krankenkassen (Grundversicherung und Zusatzversicherungen) reißen ein weiteres Loch in das monatliche Haushaltsbudget. Dies geschieht neben den höheren Mieten und Hypothekenzinsen.

Finanzielle Sicherheit wird mehr und mehr zu einem zentralen Anliegen der Schweizer Bevölkerung. Dies hat nicht zuletzt zur Folge, dass immer mehr Menschen im Bereich der Gesundheit den Gürtel enger schnallen müssen und auf Arzt- und Zahnarztbesuche verzichten.

Verzichtet wird zudem auf grössere Anschaffungen, wie beispielsweise auf den Kauf eines neuen Autos oder auf Ferien. Gerade für Menschen mit einem geringeren Einkommen werden diese steigenden Kosten zur Belastungsprobe.

Das Geheimrezept der Finanzplanung

Alles beginnt im Kopf mit der richtigen Einstellung und Disziplin. Gerade bei der Finanzplanung nützen die ausgeklügelten Excel-Tabellen und Absichten nichts, wenn nicht konsequent sämtliche Ausgaben den Einnahmen gegenübergestellt werden.

Die Bereitschaft, gewissen Konsumwünschen zu widerstehen, muss gegeben sein. Dies ganz nach dem Motto: wer den Rappen nicht ehrt – ist den Franken nicht wert.

Sparen in der Schweiz erlebt eine Renaissance

Ein Budget leistet in jeder Lebenssituation gute Dienste, schafft Klarheit und ermöglicht es, einen Spargroschen auf das Bankkonto zu überweisen. Besonders für die ältere Generation der Schweizer ist es eine gängige Praxis, einen Teil des Einkommens als Rücklage für unvorhergesehene Ereignisse anzusparen. Diese traditionelle Tugend des Sparens erlebt gegenwärtig ein Comeback in der breiten Bevölkerung. Die finanzielle Sicherheit ist ein wesentlicher Aspekt, um unerwarteten Herausforderungen gewachsen zu sein.

Rentnern scheint es in den heutigen Zeiten deutlich besser zu gehen als den Erwerbstätigen. Laut einer Studie von Philippe Wagner aus dem Jahre 2022 sind besonders alleinerziehende Frauen, Migranten, Bauern und ein Teil der Selbstständigen von finanziellen Herausforderungen betroffen. Bisher startet eine alleinstehende Person ihren Ruhestand mit Ersparnissen von 130’000 Franken. Bei einem Paarhaushalt liegt das Nettovermögen im Median gar bei 370’000 Franken.

Mit diesem ordentlichen Spargroschen scheinen besonders ältere Ehepaare sich keine großen Sorgen über die zukünftigen wirtschaftlichen Lagen machen zu müssen. Diese können jedoch durch mangelnde Vorsorge in anderen Lebenssituationen mit bösen Überraschungen konfrontiert werden.

Mein Konto – dein Konto – unser Konto?

Gemeinsame Konten können zum Risiko werden

Ehe- und Konkubinatspaare sind gut beraten, neben dem gemeinsamen Haushaltskonto ein eigenes Konto mit liquiden Mitteln für den Ernstfall zu haben. Tatsache ist, dass beim Ableben eines Ehepartners gemeinsame Konten nicht selten von den Banken blockiert werden.

Besonders ältere Paare haben oft nur ein Bankkonto, das auf den Namen des Mannes lautet und für welches die Frau über eine Vollmacht verfügt. Sie verlassen sich auf die Aussage im Formular, wonach die Vollmacht «über den Tod hinaus» gilt. Die Banken dürfen nach dem Ableben eines Kunden weiterhin Geld an Bevollmächtigte auszahlen. Jedoch sind sie dazu nicht verpflichtet und verhalten sich meistens restriktiv.

Die rechtliche Lage in der Schweiz

Mit dem Dahinscheiden eines Kunden wird seine Vollmacht de facto «eingefroren». Der Grund dafür ist, dass das Eigentum des Kontoinhabers oder der Kontoinhaberin im Zeitpunkt des Todes auf die Erben übergeht. Von nun an muss die Bank die Interessen ihrer neuen Vertragspartner – der Erben – wahren. Diese haben die Möglichkeit, sich einen Erbschein ausstellen zu lassen, was jedoch mehrere Monate dauern kann. Ohne diese Legitimation haben die Bevollmächtigten grundsätzlich keinen Zugriff auf das Konto.

Dies kann zur Folge haben, dass der zurückgebliebene Ehe- oder Konkubinatspartner durch außerordentliche Zahlungen in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Dies obwohl viele Bankinstitute offene Rechnungen verstorbener Personen im bisherigen Rahmen begleichen. Dies ist der Fall  für Wohnungsmiete, Strom, Telefon oder Krankenkasse. Auch Rechnungen für Arzt, Spital, Spitex sowie für die Beerdigung zahlen die Banken in der Regel ab dem Konto des Verstorbenen. Ein Bevollmächtigter oder ein einzelner Erbe kann diese einreichen.

Nur durch eine geplante Vorsorge können sich Paare vor finanziellen Herausforderungen schützen.

Prävention durch Vorsorge - Der Erbvertrag

Die Nachlassplanung  ist ein entscheidender Schritt für Paare, um sich vor finanziellen Herausforderungen zu schützen. Es soll sichergestellt werden, dass der Zugang zum gemeinsamen Geld auf den Konten gewährleistet ist.

Die bedeutendsten Aspekte dabei sind, Vorsorgedokumente wie einen Erbvertrag zu erstellen. Durch einen solchen Vertrag können Partner festlegen, wie das Erbe verteilt wird, und gegebenenfalls Pflichtteilsansprüche ausgeschlossen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn einer der Partner Kinder aus einer früheren Beziehung hat, um potenzielle Erbstreitigkeiten zu vermeiden.

Durch die rechtzeitige Erstellung von Vorsorgedokumenten können Paare sicherstellen, dass sie sich gegenseitig im Falle von Krankheit, Unfall oder Tod unterstützen können. Der Zugang zum gemeinsamen Geld auf den Konten ist gewährleistet. Dies bietet nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern stärkt auch die Beziehung, indem es klare Vereinbarungen und Absicherungen schafft.

.https://www.plusminus50.ch/product/unser-erbvertrag

Fazit

Nur mit rechtsgültigen, aufeinander abgestimmten Vorsorge Dokumenten und einer professionellen Nachlassplanung können sich Ehepaare und Konkubinatspaare (mit oder ohne Kinder) optimal absichern. Daher unterstützen die Expertinnen und Experten von PlusMinus50.ch seit vielen Jahren Kundinnen und Kunden in der Schweiz.

Jedes einzelne Dokument ist spezifisch auf die persönlichen Bedürfnisse und die Lebenssituation der Mandaten/Mandantinnen ausgerichtet. Nichts wird dem Zufall überlassen!

Bei der Zusammenarbeit wird auf Integrität, Ehrlichkeit, Objektivität, Unbestechlichkeit, fachliche, methodische und soziale Kompetenz sowie äußerste Vertraulichkeit und den Schutz der Privatsphäre geachtet.

Zögern Sie nicht, uns unverbindlich zu kontaktieren, um mehr über unsere Dienstleistungen zu erfahren oder Fragen zu stellen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung und freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

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